ISS - wie alles begann
ARISS - das bedeutet "Amateur Radio on the International Space Station", also Funkverbindungen und SSTV Bilderempfang von Bord der ISS.
Die Internationale Raumstation ISS ist der entfernteste Außenposten der Erdbevölkerung. Am 20. November 1998 startete das erste Modul mit einer Proton-Rakete vom russischen Kosmodrom in Baikonur in der Kasachischen Steppe. Am 6. Dezember 1998, verbindet die Besatzung des Space Shuttles Endeavour das russische Sarja-Modul mit dem US-amerikanischen Unity-Modul.
In den folgenden Jahrzehnten wurde die ISS von Russland, den USA, Europa, Kanada und Japan immer weiter ausgebaut und kreist seither in ca 400 Km Höhe mit 28.000 Km/h um die Erde. Mit ihren etwa 430 Tonnen Gewicht und den Ausmaßen von 108 x 88 x 80 Metern (B/L/H) braucht sie für eine Erdumrundung im Schnitt 93 Minuten. Ein weiterer Schwerpunk der Arbeit ihrer Besatzung ist die Erforschung der Erde, insbesondere deren Atmosphäre und der Entwicklung des Klimas.
Vertreten durch mehrere internationale Organisationen können Menschen unterschiedlichster
Interessen die Arbeiten mitverfolgen. Ein multinationales Projekt, das wissenschaftliche Expermente ermöglicht, die auf der Erde so nicht möglich wären.
Wir Funkamateure haben jedoch nur noch ca. 4 Jahre Zeit sie zu nutzen - denn die der Internationalen Raumstation läuft leider ab. Warscheinlich wird sie im Januar 2031
über dem Pazifik kontrolliert zum Absturz gebracht
Signale aus dem Orbit
Eine dieser Möglichkeiten ist die Nutzung von Amateurfunkdiensten wie SSTV-Aussendungen und die Nutzung eines FM-Repeaters an Bord der ISS.
Wie man diese Signale empfangen kann, wird auf unzähligen Webseiten von Funkamateuren beschrieben. Oft reicht ein UKW-Handfunkgerät mit einer abgesetzten Antenne wie der HB9CV oder
einer Yagi-Antenne völlig aus, um z.B. SSTV Bildübertragungen zu empfangen.
Diese Bilder kann man direkt auf dem Mobiltelefon mit der App "Robot36" dekodieren und abspeichern. Für eine Verbindung über den FM-Repeater reicht die Stabantenne des
Handfunkgerätes schon aus, um auf UKW Verbindungen in weit entfernte Länder zu tätigen.
Eine der interessantesten Aktivitäten stellt die von Zeit zu Zeit an bestimmte Events geknüpfte Aussendung von SSTV-Bildern dar. Diese Bilder kann jeder, auch nicht Funkamateure, frei empfangen.
Mit diesem Verfahren werden Bilder zeilenweise, ähnlich wie früher beim Fax, über einen Zeitraum von 36 Sekunden übertragen. Das ist ziemlich schnell, was aber bei einer Überflugdauer der ISS
von rund 10 Minuten den Empfang von 3 oder gar 4 Bildern ermöglicht.
SSTV für alle
ARISS ermöglicht es Schülern und Studenten weltweit, die Begeisterung zu erleben, direkt mit Besatzungsmitgliedern der Internationalen Raumstation zu sprechen; dabei werden sie dazu inspiriert, sich für Berufe in den Bereichen Wissenschaft, Technologie, Ingenieurwesen und Mathematik zu interessieren, und durch den Amateurfunk an funktechnische Technologien herangeführt. Aus diesem Anlass sendete die ISS vom 02.-05.Oktober 2026 eine Serie von 12 Bildern, die ich über das Wochenende alle empfangen konnte.
Auf einige Bilder musste ich ziemlich lange warten, um einen Überflug zum rechten Zeitpunkt mit der richtigen Dauer zu erwischen.
Die Mühe hat sich gelohnt - drei bis vier Überflüge pro Tag brachten mir den vollständigen Satz Bilder ein.
Wer interesse an der HB9CV incl. Halterung für das GD-88 von Radioddity hat, kann die 3mf- und stl-Dateien hier oder auf meiner Downloadseite herunterladen.
Der Lohn der Arbeit ist links auf dem Award zu sehen.