DL7UST portabel

...heißt für uns Funkamateure, dass wir nicht daheim an unserer Funkstation sitzen, sondern irgendwo unterwegs sind und dem Amateurfunk nachgehen. Das kann im Urlaub, auf dem Wochenendgrundstück oder aber bei Aktivitäten wie dem Bergwandern oder dem Funkbetrieb von Schlössern und Burgen sein. Wir verbinden unser Hobby mit der Freude an der Natur und schöner Umgebung. Handfunkgeräte und leichte Ausrüstung sind dann gefragt.

COTA Aktuell... Clubstation

  • Mein Portabel-QTH in Gehren bei Ilmenau im Thüringer Wald.

  • Geländewagen mit der nötigen Ausrüstung für portable Aktionen.

  • Wenn es das Wetter erlaubt, geht es auf die Schlösser und Burgen.

  • Mit der Handfunke auf dem Herzogstand auf 1575m.

Im Thüringer Wald

Ich habe zwei ständige Möglichkeiten, um portabel QRV zu sein. Zum Einen ist das auf dem Wochenendgrundstück meiner Schwiegereltern in Gehren im Thüringer Wald. Dort habe ich Platz für eine Inverted-V Antenne an einem 8m-Steckmast.
Zum Zweiten ist das mein QRL (meine Tätigkeit als Fernfahrer), wo ich jeden Abend ein anderes QTH (Standort) habe, von dem aus ich funken kann.

Nach Thüringen komme ich sehr selten, nur wenn ein Besuch der Eltern meiner XYL ansteht. Allerdings habe ich von dort aus schon sehr interessante Verbindungen gehabt. Aus diesem QTH habe ich alle Erdteile erreicht und dabei immer wieder Überraschungen erlebt. So zum Beispiel, als ein Japanischer Funkfreund mir in astreinem Deutsch erzählte, daß er vor Jahren an der Universität in Ilmenau studiert hat, als ich meinen Standort beschrieben habe. Die Gastfreundlichkeit hatte er noch in guter Erinnerung!

Dipol mit Schloß

Der Garten der Schwiegereltern war lange die einzig Möglichkeit, überhaupt auf den Kurzwellenbändern zu arbeiten. Die Location dafür extrem funkfreundlich. Der große GFK-Steckmast wird in eine Bodenhülse für Sonnenschirme befestigt und ordentlich abgespannt. Die Elemente sind je 1.20m lang, mit Nummern markiert und lassen sich schnell zusammenstecken.

Zum Aufrichten braucht es viel Kraft oder einen Helfer. An der Spitze des Mastes des Inverted-V Dipols hat auch noch eine leichte 5-El. Yagi für die 70cm-Relais Platz. Da die Abspannung drehbar ist, lässt sich der Mast mit der Hand leicht drehen. So kann ich die Repeater in der Umgebung einwandfrei arbeiten. Auf dem etwa 800m² Grundstück habe ich genügend Platz für alle Antennenexperimente! Wann immer ich dort unten bin, aktiviere ich auch jedesmal die Schlossruine Gehren mit WAC DL-01478.

Urlaub und QRL

Wann immer es der Platz im Auto zulässt, ist zumindest die zerlegbare Arrow-Antenne mit 3El. für 2m und 5El. für 70cm mit dabei. An einem Kenwood Handfunkgerät TH-G71 ermöglicht sie problemlos QSO's über SO-50 wie im Bild in Südfrankreich. Für ein Relais-QSO am Urlaubsort reicht die Handfunke meist auch aus. Die Repeater findet man mit der App "Repeaterbook".

Als ich mit dem Truck noch in ganz Europa unterwegs war, nutzte ich besonders an den Wochenenden aus den verschiedensten Ländern die Möglichkeit zu einem Portabel-QSO. Heute bin ich nur noch in Deutschland unterwegs, habe aber trotzdem den ein oder anderen Abend Zeit für ein FT8-QSO mit dem FT-450D an der HF-P1 Portabel Antenne. Als Modem kommt ein Yaesu SCU-17 zum Einsatz und mit wenig Leistung erzielt man schon recht gute Erfolge.