Kreuzyagi-Set

Ein Funkamateur zeichnet sich unter Anderem dadurch aus, dass er seine Geräte selber baut, zumindest einen Teil davon. Ich bin nicht der große Elektroniker (schon von der Zeit her) aber meine VHF/UHF-Antennen baue ich alle selber. Eines meiner größeren Projekte waren die 2x6 El. Kreuzyagi für 145 MHz und eine 2x11 El. Kreuzyagi für 436 MHz. Bei diesen Frequenzen muss man mechanisch schon sehr sorgfältig arbeiten, es kommt schon mal auf einige Millimeter an.

Als Antennenträger für den Testbetrieb fungiert bei mir ein 1500mm langes PVC-Installationsrohr, in das ich zur Stabilisierung einen passenden Holzstab geschoben habe, montiert auf einem Fotostativ. Die Elemente sind aus 6mm Alurohr, die Dipolhälften aus 10mm Alurohr und der Boom aus 15x15mm Alurohr. Die Elementehalter und Kleinteile bestelle ich bei Fa. NuxCOM in Coburg.

Anpassung

In der Anschlussdose für den 2m-Dipol findet eine λ/4 lange 50Ω-Drossel aus 5 Wdg. RG-174 Platz, die man auf ein Stück 20mm PVC-Rohr wickelt. Das Speisekabel wird direkt an die Drossel angelötet, der Massepunkt muss an dieser Stelle eine Verbindung zum Boom haben. Das andere Ende der Drossel wird mit Kontaktösen an den Dipol geschraubt. Die Bilder sind von einer etwas älteren Version. Die neue verwendet Kabelverschraubungen für die Elemente und das Speisekabel.

Nun wird aus den zwei parallel geschalteten Dipolen mit zusammen 25Ω Fußpunktwiderstand durch eine 2x λ/4 lange Transformationsleitung aus 75Ω RG 179 ein Speisepunkt von fast 50Ω bereitgestellt. Das Ganze baue ich zweimal, denn wir brauchen es nochmal für die 70cm-Antenne. Vorsichtig gebogen passt diese Anpassleitung ebenfalls in eine Anschlussdose.

RHCP

Das bedeutet "right-hand circular polarisation", die Antenne sollte für OSCAR-QSO's rechtsdrehend zirkular polarisiert eingespeist werden. Das ergibt sich bei meiner Methode recht einfach, da der horizontale Dipol hinter dem vertikalen liegt. Ich habe dazu das Speisekabel der vertikalen Ebene einfach λ/4 länger bemessen. Da das Transformationglied aus 75Ω-Kabel ja eh in einer separaten Dose untergebracht ist, ergibt sich so bis dort die Zirkularpolarisation.

An Stelle der Drossel bei den 2m Dipolen haben die 70cm-Dipole bereits ein 2x λ/4 langes Transformationsglied aus 75Ω-Kabel RG 179, um sie von ihren 28Ω auf 50Ω Fußpunktwiderstand zu bringen. Von den Anschlussdosen mit den Transformationsgliedern zum Speisekabel geht es in einen Duplexer. Da ich nur über FM-Satelliten arbeite, muss ich mich nicht selber hören können.